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Weil menschlich so viel möglich ist.
Leitbild der Karlshöhe Ludwigsburg
VORWORT
Die Stiftung Karlshöhe ist 1876 als Brüder- und Kinderanstalt entstanden.
Sie bot Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen konnten, eine Heimat. Junge Männer – damals sogenannte Brüder – wurden im christlichen Geist für die Soziale Arbeit ausgebildet.
Die Kinder- und Jugendhilfe ist bis heute ein wichtiges Feld unserer Arbeit, viele weitere wie die Altenhilfe, Angebote für Menschen mit Behinderungen und mit psychischen und sozialen Schwierigkeiten sowie ein Ausbildungszentrum für junge Menschen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen und Projekte und Maßnahmen zur beruflichen Integration sind seitdem hinzugekommen. Leitend war dabei stets die Fragestellung „Wo ist Not und was ist not-wendig?“
Die Aufgabe der Ausbildung junger Menschen ins Diakonat ist 1998 in die Verantwortung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg übergegangen.
Bis heute ist die Stiftung Karlshöhe als Wiege der Diakon*innenausbildung in Württemberg im Auftrag des Landesbischofs mit der Berufung der Diakon*innen betraut. Der Karlshöher Diakonieverband ist Teil der Stiftung Karlshöhe: Als Glaubens-, Solidar-, Weg- und Interessengemeinschaft bietet er ein Netzwerk für Diakon*innen und dem Diakonat verbundene Menschen.
In unserem Leitbild bringen wir in sechs Leitsätzen zum Ausdruck, was uns Halt gibt und woran wir uns orientieren.

Wir sind der Überzeugung, dass Gott jedem Menschen als seinem Ebenbild eine unzerstörbare Würde gegeben hat.
Wir stellen uns an die Seite von Menschen, deren Würde bedroht ist. Dabei trägt und inspiriert uns die frohe Botschaft von Jesus Christus.
Gottes Zuwendung zu uns macht uns stark für Menschen in Notlagen. Sein Geist gibt uns Hoffnung, die weiter reicht als unsere Möglichkeiten.
Über die Grenzen von Konfessionen und Religionen hinweg gehen wir gemeinsam den Weg der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung.

Wir beraten, begleiten und unterstützen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen individuell und respektvoll.
Mit Professionalität und Menschlichkeit stehen wir ihnen in ihrem Leben, Wohnen, Arbeiten und Lernen zur Seite.

Wir arbeiten als Menschen mit und für Menschen.
Miteinander finden wir für komplexe Situationen individuelle Lösungen und reagieren flexibel auf neue Herausforderungen.
Wir pflegen eine Kultur, die von Wertschätzung, Unterstützung und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Unsere Vielfalt ist unsere Stärke.
Gemeinsam wachsen wir an unseren Aufgaben und aneinander.
Mit Konflikten und Kritik gehen wir konstruktiv um.

Wir benötigen finanzielle Mittel, um unseren sozialstaatlichen und diakonischen Auftrag zu erfüllen, Menschen zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen.
Unsere finanziellen Ressourcen verwenden wir wirtschaftlich zur tariflichen Bezahlung unserer Mitarbeitenden, für eine zeitgemäße Arbeitsausstattung und eine nachhaltige Infrastruktur.
Wir verbinden wirtschaftliches Handeln mit sozialer Verantwortung und gehen mit all unseren Ressourcen sorgsam um. Wir handeln nachhaltig und klimabewusst.

Wir ermöglichen Menschen, ihr Potential zu entfalten und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.
Wir schaffen Räume der Begegnung und des Miteinanders, in denen Vielfalt als Stärke erlebt wird.
So gestalten wir Gesellschaft, Diakonie und Kirche verantwortlich mit und tragen damit zu einer pluralen demokratischen Gesellschaft bei.

Wir sind dankbar für die Arbeit, das Engagement und den gelebten Glauben voriger Generationen. Wir gehen sorgsam mit unserer historischen Überlieferung um und stellen uns der damit verbundenen Verantwortung.
Wir gestalten aktiv die Gegenwart und gehen notwendige Veränderungen mutig an, um auch in Zukunft im Sinne unseres diakonischen Auftrags für Menschen da sein zu können.