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Servicebereich Unternehmensentwicklung

Unterstützte Kommunikation

UK auf der Karlshöhe

Das Projekt UK ist im Januar 2020 an den Start gegangen. Es setzt sich nicht nur für die Einführung derselben auf der Karlshöhe ein, sondern möchte auch ein Impuls für Stadt und Landkreis werden.

Jeder und jede Bewohnerin auf der KH soll das Gefühl haben, gut kommunizieren und sich gut orientieren zu können.

Wir möchten Selbstermächtigung, Selbstwirksamkeit fördern und das Umfeld so gestalten, dass Austausch, Kommunikation und Orientierung möglich sind.

Die Karlshöhe wird in den nächsten Jahren die hierfür nötigen Bedingungen schaffen, um eine Abhängigkeit der Menschen so gering wie möglich zu halten.

"Meine Vision ist, dass sich kein Mensch hilflos fühlen muss in der Kommunikation“
Meike Bachem, Projektleitung Unterstützte Kommunikation

Zehn Fragen an Meike Bachem

Kontakt

Meike Bachem
Projekt Unterstützte Kommunikation
Sevicebereich Unternehmensentwicklung
Tel.: 07141 965 273
meike.bachem[at]karlshoehe.de

 



Was ist Unterstützte Kommunikation (UK)?

Es gibt viele Menschen, die aufgrund einer Behinderung oder Beeinträchtigung kaum oder gar nicht mit dem Mund sprechen können. Sie nutzen alternativ oder ergänzend zu ihrer Lautsprache zum Beispiel Gebärden, grafische Symbole oder elektronische Ausgabegeräte. Diese Hilfsmittel sind ein Teil der Unterstützten Kommunikation.

UK bedeutet aber noch mehr als alternative Kommunikationsmittel. UK bedeutet auch, Rahmenbedingungen für erfolgreiches In-Dialog-Treten zu schaffen.

Unterstützte Kommunikation ist seit Langem ein Bestandteil in der Begleitung und Förderung von Menschen, die sich wenig oder gar nicht lautsprachlich äußern können.

Untermauert wird dieses Thema im Artikel 21 der UN-Konvention.

Das Recht
von Menschen mit Behinderungen auf Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit, einschließlich der Freiheit, sich Informationen und Gedankengut zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben
ist dort verankert.

Lesen Sie zum Thema auch folgenden Fachartikel von Meike Bachem.

Warum ist UK so wichtig?

-  Kommunikation ist ein zentrales Element unseres Lebens. 
-  Durch Kommunikation erleben wir uns als Teil einer Gemeinschaft.
-  Kommunikationsbeeinträchtigungen erzeugen maximale Abhängigkeit. 
-  Ohne differenzierte Kommunikationsmittel kann man seine Bedürfnisse nicht formulieren.
-  Erfolgreiche Kommunikation verringert Abhängigkeit und eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten.
-  Kommunikation ist die Grundlage für Teilhabe und Inklusion.
-  UK schafft deshalb Voraussetzungen für Inklusion.

Ziel: Eine inklusive Gesellschaft

Die Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg setzt sich nicht nur mit dem Projekt UK für das Thema Inklusion eins, sondern in vielen Bereichen ihrer diakonischen Arbeit. Das Ziel ist immer,  volle Teilhabe und Chancengleichheit von Menschen mit Unterstützungsbedarf und/oder Einschränkungen in vielen Bereichen der Gesellschaft zu erreichen.

Das bedeutet in einem Satz zusammengefasst: gleiche Chancen und gleiche Rechte für alle Menschen mit Unterstützungsbedarf. Niemand darf ausgeschlossen oder benachteiligt werden aufgrund von persönlichen Handicaps. Der Begriff schließt also ein, dass Menschen aufgrund ihrer Einschränkung keine Benachteiligung erfahren dürfen und die Gesellschaft entsprechend die Weichen stellen muss.

Inklusion ist per Definition auch erst dann verwirklicht, wenn alle Menschen mit Behinderung oder ähnlichen Einschränkungen die gleichen Rechte haben. Damit ist  beispielsweise auch eine Abkehr vom Denken in den Kategorien "behindert" und "nicht behindert" notwendig. Inklusion ist mehr wie Integration, das Wort bedeutet „Einschluss“. Im Grunde gibt es für Menschen mit Unterstützungsbedarf drei Existenz-Stadien in der Gesellschaft. Im Negativfall sind einzelne gesellschaftliche Gruppen ausgeschlossen, im Stadium der Integration hat sich das als Zwischenschritt verbessert, erstreckt sich aber nicht auf alle Bereiche und Möglichkeiten. Das ist erst im Stadium der Inklusion der Fall.

Karlshöhe setzt sich für Inklusion ein
Eine Gesellschaft, in der alle Menschen mit Einschränkung die gleichen Möglichkeiten der Selbstbestimmung und -verwirklichung haben, ist derzeit noch eine Vision. Die Stiftung Karlshöhe setzt sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Verwirklichung dieser Version im Landkreis Ludwigsburg mit aller Kraft ein. 

Politische Herleitung
Der Begriff ist aufgekommen mit dem Inkraft-Treten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahr 2006. Sie wurde 2009 vom Bundestag der Bundesrepublik Deutschland beschlossen.

>> Klick auf das Bild. Die Bilder helfen Dir zu verstehen!