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Pressemitteilung Corona-Fall

Erster bestätigter Corona-Fall der Stiftung Karlshöhe

Ludwigsburg 6.4.2020 - am Sonntag, 5. April wurde auf der Karlshöhe die erste Covid-19-Erkrankung diagnostiziert. Bei der Betroffenen handelt es sich um eine Klientin einer Einrichtung für Menschen mit so genannter geistiger Behinderung. Das positive Testergebnis wurde noch am späten Sonntagnachmittag durch den behandelnden Hausarzt mitgeteilt. Das Gesundheitsamt hatte bereits am Freitag, 3.4.2020 informiert, dass bei einer positiven Testung dieser Klientin alle Mitglieder der Wohngemeinschaft sowie deren Mitarbeitende getestet würden. Drei Mitarbeitende dieser Wohngruppe wurden bereits kürzlich
in einem anderen Verdachts-Kontext negativ getestet.

Der Bewohnerin ging es am Sonntag gut. Sie befindet sich in Isolation in ihrem Zimmer, die gesamte Gruppe steht unter Quarantäne. Alle Kontakt-Personen der Kategorie 1, dazu zählen alle, die einen engen Kontakt in der Pflege hatten, wurden von der Geschäftsbereichsleiterin informiert und stehen ebenfalls unter Quarantäne.

Bereits seit 13.3.2020 herrscht in der Einrichtung ein Besuchsverbot. Der Pandemieplan der  Karlshöhe beinhaltet darüber hinaus auch spezielle Maßnahmen für den Bereich der Menschen mit Handicap. Das sind beispielsweise ein erweiterter Nachtdienst, um sich gezielt um Verdachtsfälle kümmern zu können oder  eine Hotline für Angehörige. Zudem wurden Pflegestützpunkte im Gebäude aufgebaut mit speziellen Pandemie-Boxen, die Schutzkleidung für den Ernstfall enthalten, der nun eingetreten ist. Das Isolationszimmer der  Patientin darf nur in dieser so genannten persönlichen Schutzausrüstung (PSA) betreten werden. Die anderen Personen der Wohneinheit werden zu Ihrem Schutz nur noch in den eigenen Räumen betreut. Alle Gemeinschaftsaktivitäten in der Wohngruppe wurden im Moment des Verdachtsfalles gestoppt, wohngruppenübergreifend wurden solche Aktivitäten bereits seit dem 13.3.2020 präventiv eingestellt.

„Wir haben direkt das Gesundheitsamt, die Heimaufsicht und die Mitarbeitenden informiert“, sagt Nicole Sicking, Geschäftsbereichsleiterin des Bereiches Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung der Karlshöhe. Die  Mitarbeitenden der Behindertenhilfe hätten die Nachricht sehr gefasst aufgenommen. „Sie sind für diesen Fall geschult und vorbereitet“, sagt Nicole Sicking. Dazu zählt beispielsweise der Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung ebenso wie die genaue Kenntnis der Pflege einer mit Covid-19 infizierten Person.

„Ein bereichsübergreifender Corona-Krisenstab hat frühzeitig breite Schutzmaßnahmen umgesetzt, jetzt haben wir leider auch bei uns den ersten Fall“, sagt Dr. Dörte Bester, Direktorin und Theologischer Vorstand der Karlshöhe. „Unser Dank gilt in dieser schweren und außergewöhnlichen Zeit unseren Mitarbeitenden, die mit großartigem Engagement und hoher Professionalität für die von uns betreuten Menschen da sind“, sagt Dr. Bester. Um die Mitarbeitenden in ihrer herausfordernden Arbeit zu unterstützen, wurde auf der Karlshöhe ein telefonisches Beratungs- und Begleitangebot mit geschultem Personal eingerichtet.

Bei Rückfragen:
Ansprechpartner: Michael Handrick, Pressesprecher, Leiter Kommunikation

Von: Michael Handrick
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