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Taizé 2011

Auch in diesem jahr fuhr die Hochschulgemeinde mit eine Gruppe von Studieren nach Taizé. Im kommenden Bericht haben sie ihre viel Erlebnisse zusammen gefasst.

Auch dieses Jahr war es wieder soweit: Kerzen, weiße Gewänder, leise Schritte. Spartanisches Essen. Viel Besinnung, Gemeinschaft. Beruhigende Gesänge von hunderten Jugendlichen. Fragen erlauben und zuhören. Eine kleine Gruppe der Evangelischen Hochschule (eh) Ludwigsburg machte sich Mitte Juni auf den Weg mal selbst herauszufinden und zu erspüren, was es mit dem allzu bekannten „Taizé“ auf sich hat. Obwohl wir bei der internationalen und ökumenischen Gemeinschaft in enger Zimmergemeinschaft in einfachen Baracken gewohnt haben, hat jede von uns die Woche anders – einmalig – erlebt. Damit also die eh-Taizé-Fahrt 2011 durch diesen Bericht möglichst hautnah miterlebt werden kann, haben sich 3 Mädels unserer 8köpfigen Gruppe bereit erklärt, in einem kleinen Erfahrungsbericht mitzuteilen, was sie ganz persönlich bestaunt, genossen und erkannt haben:

Melanie (21)

Nach vielen Erfahrungsberichten und fernen Erzählungen über den Ort und die Communauté de Taizé, beschloss ich mir schließlich eine eigene Meinung zu bilden. Da kam die Gelegenheit der eh (danke Anke) sehr günstig. Nach langer Fahrt kamen wir in einem wunderschönen, verträumten französischen Örtchen an. Diese französische Idylle wurde an dem "Empfang für Deutsche" (der einzige spezielle Empfang) leicht erschüttert, da sich herausstellte, dass über Pfingsten hauptsächlich Deutsche in Taizé sind.

Nach der anfänglichen Irritation des ersten miterlebten Gebets, gewöhnte ich mich langsam an die Sache. Das einfache Gemeinschaftsleben, die Bibeleinführungen und die Gespräche in internationalen Kleingruppen gaben wenig Zeit zur Langeweile...

Spaßig war auch das gemeinsame Putzen am Vormittag zu den Klängen "We will, we will clean it!" (we will rock you), sowie das einfache Essen, das aber immer irgendwie ausreichend war.

Was ich genossen habe, war die Zeit und die Stille während der Gottesdienste, die Landschaft und die Atmosphäre der französischen Ortschaften, die Offenheit bezüglich der Gespräche über Gott und die Gemeinschaft. Wenn ich wieder nach Taizé gehen würde, dann vor allem wegen der Woche oder den zwei Tagen Stille, die man dort an einem speziellen Ort verbringen kann. Das ist nämlich die Möglichkeit wirklich runterzukommen und tiefer zu gehen.

Ansonsten war Taizé eine erfahrungsreiche Zeit, die durchaus selbst erlebt werden sollte.

 

Miriam (19)

Es war für mich das erste Mal in Taizé. Eine Freundin von mir hat dort fast drei Monate gearbeitet und ich wollte sie besuchen und hab das dann gleich mit einer Woche Aufenthalt in Taizé verbunden.

Am ersten Tag fühlte ich mich noch leicht überfordert, es war für mich noch alles unübersichtlich und ich wusste nicht was wo passierte. Das änderte sich dann dank den Erklärungen der erfahrenen Taizé-Besucher :)

An den strukturierten Tagesablauf mit den festen Gebets-, Essens-, Arbeits-, und Bibelzeiten hatte ich mich schnell gewöhnt. Doch es ist mir gerade bei den festen Gebetszeiten nicht immer leichtgefallen mich auch wirklich darauf einzulassen. Was mich aber fasziniert hat, waren die Lieder, die gesungen wurden. Das waren mal andere Melodien und Texte, die man hörte. Ich hörte gerne den Brüdern zu, die die Lieder während den Gebeten auch live sangen. Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass es so viele Brüder waren und vor allem auch von sehr jung zu sehr alt. Auch war ich erstaunt über die vielen  jugendlichen Besucher in Taizé, so viele hatte ich nicht erwartet.

Der schönste Ort in Taizé war für mich der stille Garten. Dort konnte man sich an den See setzen und die Ruhe genießen. Ich hab einen ganzen Tag an dem See verbracht und es war schön mal wieder richtig Zeit zu haben und nicht von Hektik umgeben zu sein, hier konnte ich in Ruhe Bibellesen und Zeit mit Gott verbringen. Ich habe auch gerne die schöne Landschaft genossen, die das schöne alte Dorf Taizé umgibt.

Ich wollte schon immer mal nach Taize gehen und jetzt war ich da und konnte mir ein eigenes Bild davon machen und für mich war es eine Interessante Erfahrung.

 

Debora (21)

Taizé – Ort der Stille

Taizé war mit ca. 2500 internationalen Jugendlichen ein großes Event. Ich fand es sehr interessant die Erfahrung zu machen, mit so vielen Menschen gemeinsam Taizé-Lieder zu singen. Das ständige wiederholen der Liedstrophen haben dazu geführt, die Texte schnell zu verinnerlichen. Die Liedtexte handelten von den Kernpunkten im Glauben.

Die letzten drei Tage in Taizé bin ich in die Stille gegangen. Das Ziel davon war in eine Stille zu kommen, um sich mehr auf Gottes Reden zu konzentrieren. Drei Tage zu schweigen und in Stille zu verbringen war eine super Erfahrung! Oft bin ich sehr beschäftigt im Alltag und dann wirklich an einem Platz einfach mal da zu sein und auf Gott zu hören, war super! Es war am Anfang nicht so leicht, sich hinzusetzten und nicht zu überlegen, was ich jetzt alles tun kann, sondern einfach nur mal da zu sein. Gott hat mir viele Dinge in dieser Stille klar gemacht. Später habe ich diese in Ton modelliert, um ein Andenken zu haben. Gott zeigte mir durch die Bibelstelle über „Maria und Martha“, dass ich mich öfters zu ihm hinsetzen sollte, um ihm zu zuhören anstatt immer nur beschäftigt zu sein. Eine andere Bibelstelle war Psalm 139. Gott hat mir klar gemacht, wie sehr ich geliebt von ihm bin und dass er mich wunderbar gemacht hat.

Über dem Ganzen wurde mir mein Lebensmotto nochmals deutlich (angelehnt an Matthäus 6,33):

„Jesus must be No.1 in your life and he loves you!“

(„Jesus sollte die Nr.1 in deinem Leben sein und er liebt dich!“)

Öfters wünsche ich mir diese Ruhe und Stille von Taizé zurück.

Ich hatte wirklich die Zeit, um mehr den Blick für das Wesentliche – für Gott zu bekommen.

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