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Tag der offenen Baustelle – Großes Interesse bei den Ludwigsburger*innen

Rund 100 Gäste nutzen die Chance einer Führung kurz vor Bauvollendung

„So wie wir seit 1879 mit dem Haus am Salon die Tradition der Pflege und Altenpflege auf der Karlshöhe leben, so wollen wir auch künftig für die Lebensqualität im Alter und in der Pflege eintreten – und dafür steht dieser Neubau“, sagte Dr. Dörte Bester, Direktorin und Theologischer Vorstand, anlässlich der Begrüßung der ersten Besucher*innengruppen des „Neuen Hauses am Salon“. Rund 18 Monate wurde fleißig gebaut, bis zum Herbst 2020 soll alles fertig sein, dann werden die Bewohner*innen aus dem Altbau umziehen. „Unser Ziel lautet: Weihnachten 2020 im neuen Haus“, ergänzte Dr. Bester.

Rasch nachgefragt waren die 99 Plätze für diese Baustellen-Führung, die nach dem aktuellen Stand der Corona-Verordnung des Landes durch die Stadt Ludwigsburg genehmigt wurden.

In Zehner-Einheiten mit Abstand und Mundschutz, so starteten stündlich zwei getrennte Besuchergruppen in die spiegelbildlichen Gebäudeflügel, ohne sich dort begegnen zu müssen – auch das eine weitere Vorsichtsmaßnahme. Ausgangspunkt war dabei der neue Mehrzweckraum.

Veranstaltungen, Feste, Besprechungen, eine offene Küche – die künftigen Funktionen dieses an zwei Seiten verglasten Mehrwecksaales mit Blick ins Grüne sind vielfältig. Bietet das eine Kopfende eine kinofähige Beameranlage, so entsteht an der Stirnseite ein Altar. Gottesdienste oder Andachten lassen sich künftig live per WLAN auf die Bildschirme in den Zimmern der Bewohner*innen übertragen – eine Möglichkeit zur Teilnahme besonders für körperlich eingeschränkte Menschen.

Der Mensch steht an erster Stelle

Dass Erkenntnisse auf der Höhe der Zeit in der Altenpflege in dieses Architekturkonzept eingeflossen sind, dafür stehen nicht nur das auch auf Altenheime spezialisierte Bauunternehmen Gottlob Rommel sowie die Fach-Architekten Kreuger Wilkins, sondern insbesondere auch die künftige Leiterin der Einrichtung. Mit Julia Blickle steht eine studierte Pflegemanagerin an der Spitze, die einst selbst als gelernte Altenpflegerin begonnen hatte und aktuell eine Parallelausbildung zur Diakonin absolviert. „Die Bewohner*innen sollen hier einen erfüllten und wertgeschätzten Abschnitt ihres Lebens vollbringen dürfen“, sagt Julia Blickle. Der Mensch stehe an erster Stelle.

Diese Haltung ist sehr bewusst in den gesamten Neubau eingeflossen und drückt sich in viel Licht, großzügigen Raumbemessungen, durchdachten Wegen und klaren Farben aus. Das Herzstück sind dabei die offenen Aufenthaltsräume, die gleichermaßen eine Art großes „Wohnzimmer“ jeweils für eine Wohngruppe bilden. Hier soll beispielsweise gemeinsam gekocht und gebacken werden, dabei ist die aktivierende Beschäftigung ein Teil des pflegerischen Konzeptes.

Zahlreiche wertige Details sind es, die das Gebäude auszeichnen, ob es die langgezogenen Spiegel in den Badezimmern sind,  in denen sich auch Rollstuhlfahrer sehen können, der perfekte Schallschutz, der so gut wie keine Außengeräusche transportiert, das Gerüche absorbierende Belüftungssystem,  die verlegten Böden mit Fußbodenheizung im gesamten Haus, die optisch nicht mehr von Holz zu unterscheiden sind: vieles findet an diesem Morgen ein anerkennendes Nicken der Besuchergruppen.

Ein besonderer Dank galt am Ende den Spender*innen des Projektes, die sich an der noch andauernden Spendenaktion „Spende einen Stein“ beteiligt hatten. „Viele von Ihnen, die heute hier sind, haben uns mit unterstützt, dafür noch einmal ganz herzlichen Dank!“, sagte Dr. Dörte Bester.

MitPflegeLeben:

Alles rund zur Pflege in Ihrer Region erfahren Sie auf dem Portal von mitpflegeleben. 

https://mitpflegeleben.de/

Von: Michael Handrick
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