Wenn die Bullyparade durch die Kirche zieht

Kemmler Electronik schenkt der Karlshöhe zum siebten Mal einen Kino-Abend

Foto: Hagen Fröhlich (Kemmler Electronic GmbH)

„Nur, wenn man als Team zusammenarbeitet, entsteht so etwas Tolles.“ Das waren die Worte von Stefan Reiber an seine Mitarbeitenden nach dem Kirchenkino für die Betreuten in der Kirche der Karlshöhe. Und als Team zusammengearbeitet, das haben Sie, die Frauen und Männer von Kemmler Electronic in Freiberg.

Das Familienunternehmen hat am Dienstag (21. November 2017) zum siebten Mal ein Rund-um-Wohlfühl-Kinopaket für die Menschen auf der Karlshöhe geschnürt und geliefert. Von A bis Z haben die rund 20 Helferinnen und Helfer um das Geschäftsführer-Ehepaar Ruth und Stefan Reiber auch in diesem Jahr wieder für einen fröhlichen Abend gesorgt: Das Mobile Kino Ludwigsburg engagiert, alles vorbereitet, mit der Karlshöhe zusammen die Filme ausgesucht, Snacks und Getränke aufgetischt, professionell fotografiert, für die Bewohner Geschenktüten zusammengestellt, hinterher komplett aufgeräumt, gekehrt – und zwischendurch viel mit den Bewohnern geredet und gelacht. Ganz unbeschwert. Man kann auch sagen: Ganz inklusiv. Die Betreuten kamen aus fast allen Bereichen der diakonischen Einrichtung am Ludwigsburger Salonwald: aus der Jugendhilfe in der Region, aus dem Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Behinderung, aus dem Ausbildungszentrum für Menschen mit körperlichen Behinderungen und den Hilfen für Menschen mit psychischen und sozialen Schwierigkeiten. Heißt: die Kirche war zweimal richtig toll voll, für die Jüngeren lief um halb fünf Bigfoot Junior, nachdem der Wirtschaftliche Vorstand der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg, Frank Gerhard, begrüßt hatte. Danach gab es für alle die Bullyparade. Die schönsten Szenen aber spielten sich außerhalb der Leinwand ab: Ruth Reiber wird von einem Mann mit geistiger Behinderung in den Arm genommen, Fotograf Hagen Frölich animiert eine kleine Gruppe von Bewohnern, sich für ein Bild zu gruppieren, ein Mitarbeiter wird von der betreuten Frau gefragt, ob er alles selbst in die Tüte gepackt hat. Dabei wird gemeinsam viel gelacht – es stimmt schon: die Teamarbeit hat ein sehr schönes Geschenk für die Karlshöhe möglich gemacht. Und kein Wunder, freuen sich die Bewohner schon jetzt auf den Kino-Abend in einem Jahr.

Von: Jörg Conzelmann
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