KARLSHÖHE
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Vier Neue und der BewohnerInnenchor

Leitungen offiziell im Amt

Natürlich waren die Bewohnerinnen und Bewohner der Hilfen für Menschen mit einer geistigen Behinderung aufgeregt, bevor der Diakonische Gottesdienst am 18. November begann. Andererseits haben einige von ihnen auch schon eine gewisse Routine, weil sie schon öfters dabei waren. So zum Beispiel Andreas Czuchnochowsky, der ein toller Organist ist und spontan eingesprungen ist, nachdem der eingeplante Musiker nicht kommen konnte. Für seine Eltern war der Einsatz selbstverständlich: „Er spielt ja auch oft drüben im Altenheim“. 

Aufgeregt (ein wenig) waren auch die vier „Neuen“, die im Gottesdienst in ihre neue Funktion als Servicebereichsleitung (Bernd Hörmann, IT) oder Geschäftsbereichsleitungen (Rainer Pescheck – Arbeit und Technik; Nicole Sicking – Hilfen für Menschen mit einer geistigen Behinderung und Gerhard Stoll, Arbeit und Technik) eingeführt wurden. Im versammelten Kreis der Kollegen und anwesenden Verwaltungsräte wurden sie offiziell begrüßt, Nicole Sicking und Rainer Pescheck als neue, Gerhard Stoll und Bernd Hörmann als langjährige Mitarbeitende.

Im Gottesdienst ging es um einen Vers aus 1. Samuel 16,7: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.“ Direktorin Dr. Dörte Bester ging darauf ein, wie sehr Blicke trennen und einteilen können: In Mann und Frau, schwarz und weiß, behindert und nicht behindert, arm und reich. Es gehe darum, immer wieder darauf zu achten, den eigenen Blick zu schärfen. Gott sehe das, was man selbst noch nicht so genau wisse, auch die schlechten Gedanken. Dabei müsse man sich nicht vor Gott verstecken, nicht die Freude, nicht das Lachen, nicht die Wut oder Traurigkeit. „Ich kann loslassen, wenn ich weiß, dass Gott mein Herz kennt.“

Noch vor der Predigt haben die Bewohner aus dem Theodor-Lorch-Weg und der Wichernstraße in einem Anspiel gezeigt, was sich denn im Herzen so verbirgt: Liebe, Träume, Erinnerungen, Mut, Tränen und mit ein paar Sätzen erläutert, was sie persönlich mit diesen Begriffen verbinden. Und gesungen haben viele von ihnen auch: Das „Chörle“ hat sangeskräftig zur musikalischen Gestaltung beigetragen.

Beim anschließenden Stehempfang im Ostsaal war noch Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch – ganz bunt, so, wie man die Karlshöhe eben kennt.
 

Von: Jörg Conzelmann
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