Projekt iNet endet am 31. August 2018 im Landkreis Ludwigsburg

Es geht um Beratung und Eingliederung schwerbehinderter Menschen

Foto von der Abschlussveranstaltung
Foto von der Abschlussveranstaltung

Das Modellprojekt iNet – inklusives Netzwerk – zur verstärkten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen ging am 1.September 2015 im Landkreis Ludwigsburg an den Start und endet nun nach einer erfolgreichen Durchführung am 31.08.2018, die offizielle Abschlussveranstaltung war am 12. Juli auf der Karlshöhe.

Das Jobcenter Landkreis Ludwigsburg, die Karlshöhe Ludwigsburg, die Agentur für Arbeit Ludwigsburg und die Evangelische Hochschule schlossen sich 2015 zu einem Netzwerk zusammen und nahmen erfolgreich an einem Ideenwettbewerb des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales teil. Das Projekt iNet wurde geboren. Die Projektpartner verband dabei der Gedanke, gemeinsam die Bedingungen für arbeitslose schwerbehinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Schwerpunkt des Projektes war, für schwerbehinderte Arbeitslose einen dauerhaften Arbeitsplatz zu finden. Darüber hinaus verfolgte das Projekt einen über-geordneten Ansatz. Mit Hilfe von Arbeitgeberbefragungen und Veranstaltungen für Arbeitgeber sollte herausgefunden werden, was für die Betriebe wichtig ist, um langzeitarbeitslose schwer-behinderte Menschen in ihre Belegschaft zu integrieren. Das Projekt wurde zu diesem Zweck wissenschaftlich begleitet.

In dem Modellprojekt iNet wirkten das Jobcenter des Landkreises Ludwigsburg und die Agentur für Arbeit in Ludwigsburg mit den anderen Beteiligten zusammen, um mit vereinten Kräften die Akzeptanz für langzeitarbeitslose Schwerbehinderte auf betrieblicher Seite zu verbessern. Durch Netzwerkarbeit und unter Mitwirkung von Arbeitgebern sollte der Inklusionsgedanke auch im betrieblichen Alltag verankert werden. Weitere Kooperationspartner im geschaffenen Netz-werk waren der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), der Integrationsfachdienst, Unternehmensnetzwerk Inklusion und die IHK Region Stuttgart sowie die Handwerkskammer Region Stuttgart.

Mit Einzelcoaching, Gruppenunterweisung und hohen Praxisanteilen gelang es, schwerbehinderte Arbeitslosen auf die betriebliche Wirklichkeit vorbereitet. Die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden wiederum wurden im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Workshops angesprochen und als Träger des Inklusionsgedankens gewonnen.

Nach drei Jahren unterschiedlichster  Aktivitäten ziehen die Projektpartner eine positive Bilanz.

585     schwerstbehinderte Menschen wurden durch die Berater des Jobcenters Landkreis Ludwigsburg und der Agentur für Arbeit über das Projekt informiert.
 89      Frauen und Männer nahmen an dem Projekt teil
 25      Teilnehmer wurden in Arbeit vermittelt
  5        begannen eine berufliche Weiterbildung
810     Arbeitgeber, Betriebe, Institutionen, Behörden wurden angesprochen
  4        Arbeitgeberworkshops mit insgesamt 100 Teilnehmern wurden durchgeführt.

Die Projektpartner danken allen Unterstützern und hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit, um die Integration von schwerbehinderten Langzeitarbeitslosen weiter voran zu bringen.

Gefördert wurde das Modellprojekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichfonds für Schwerbehinderte Menschen.

Von: Jörg Conzelmann
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