KARLSHÖHE
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Mobiler Dienst Karlshöhe am Start

Neues Angebot

Die Karlshöhe geht auf die Straße“, so kündigte es Pfarrerin Dr. Dörte Bester an, die als Direktorin der diakonischen Stiftung die rund 60 Besucherinnen und Besucher begrüßte: Am 14. Januar 2019 wurde der neue Mobile Dienst der Karlshöhe offiziell eröffnet.

Für den Einsatz auf der Straße, in den Häusern der Karlshöhe und in Ludwigsburg, stehen auch schon die drei blauweißen Renault Twingo bereit und – vor allem – sechs Mitarbeitende unter der Leitung von Julia Blickle, die in Voll- oder Teilzeit unterwegs sind. Nach Möglichkeit sollen sie „fröhlich ihrer Straße ziehen“, wie Bester es unter Aufnahme eines Verses aus der Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 8,39) ausdrückte. Das neue Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Menschen mit pflegerischem Unterstützungsbedarf. Besonders im Blick sind beim Mobilen Dienst Karlshöhe Menschen, die aufgrund ihrer besonderen Lebenslagen wie Behinderungen oder psychischen Erkrankungen eines spezialisierten Angebotes bedürfen. Gesetzliche Veränderungen (konkret: das Bundesteilhabegesetz und die Pflegestärkungsgesetze) verlangen neue, auf mehr Selbständigkeit setzende Leistungen. Ziel sei es, so Bester, dass die Mitarbeitenden die Kompetenz der Karlshöhe zu den Menschen nach Hause brächten: Die Pflegebedürftigen sollen in ihrer Selbständigkeit gestärkt werden, nicht alleine sein und spüren, dass die Liebe Gottes verbindet.

Erster Bürgermeister Konrad Seigfried betonte, dass dieses Angebot der Karlshöhe die bestehenden ergänzen würde und der Vielfalt einen neuen Baustein hinzufüge. Er freue sich, dass die Karlshöhe „Teil des sozialen Gesichts der Stadt“ sei und wünschte den Mitarbeitenden einen „super Start“. Und ganz im Sinne von Bester: Gelingen und Freude.

Wie schon ihre Vorredner fasste sich auch Gisela Vogt, geschäftsführende Pfarrerin der Friedenskirche, im Angesicht des nasskalten Wetters kurz. „Durch ihre Mobilität bleiben die Menschen länger mobil und sie können länger zu Hause bleiben.“ Für diesen Weg wünschte sie Gottes Segen, bevor sich Julia Blickle bei allen, die ihr in der Vorbereitungszeit geholfen haben, herzlich bedankte: bei anderen Sozialstationen oder bei Frank Kruse (Kompetenzzentrum Senioren), Sophie Clauss (Pflegestützpunkt) vom Landratsamt. Nach den Grußworten und der Musik von Sonja und Konrad Schindhelm und Hans-Jürgen Kemmerle durften die Gäste in die Wärme, um dort die neuen Räumlichkeiten im alten Fachwerk zu bewundern.

Von: Jörg Conzelmann
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