Ein Tag voller Sonne

142. Jahresfest lockt viele Besucher

Ein Fest voller Sonne, voller Musik, voller Lachen: das 142. Karlshöher Jahresfest war ein fröhlicher Tag der Begegnung. Rund 4000 Menschen machten sich am 29. April auf, um das Gelände am Salonwald zu erkunden und das, was da geboten war. Und das war eine Menge.

Die Musik zum Beispiel reichte von der historischen Drehorgel mit Rudi Clausnitzer über Bläserklänge des Posaunenchors der Auferstehungskirche bis hin zur Klassik in der Altenhilfe und zum christlichen Pop  mit dem Jungen Chor Foxes 4C im Freigelände. Den vielen Kindern, die mit ihren Eltern kamen wurden Märchen erzählt und sie konnten mit Kettcars über den Sportplatz donnern, in den Riesen-Seifenblasen reflektierte sich das Spektrum des Sonnenlichts und im Gebrauchtwarenmarkt wurde gestöbert, was das Zeug hält. Im Höfle spielten die Bewohner des Haus auf der Wart ihr neu aufgenommenes Hörspiel live und ein Zauberer sorgte für magische Blicke in den Augen der Kinder (und mancher Erwachsener). Bei der Tombola waren attraktive Preise zu gewinnen, im Haus auf der Wart war aus Anlass des 50. Jubiläums ein hochkarätiger Vortrag von Wolfgang Sartorius zu hören. Nicht zu vergessen das Speisenangebot: Die Karlshöher Küche hatte sich seit Tagen auf den Ansturm vorbereitet und ein breitgefächertes Speisenangebot zum Verkauf angeboten. In den zahlreichen Café-Stuben konnte man das Fest genießen, entweder mitten im Trubel oder in ruhigeren Ecken.

Das Jahresfest stand unter dem Motto „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, einem Vers aus Psalm 31. Dieser Psalm war dann auch Grundlage für die Gottesdienste, von denen der Karlshöher Feiertag umrahmt wurde. Im Festgottesdienst in der Kirche hielt Oberkirchenrat Dieter Kauffmann eine eindrückliche Predigt in der er die Brücke zum Jubiläum des Haus auf der Wart schlug. Dort werden Frauen und Männer betreut, die oftmals durch Wohnungslosigkeit in soziale und psychische Schwierigkeiten geraten sind.   Mit seinem Besuch auf der Karlshöhe kam er an seine frühere Wirkungsstätte zurück, in den 1980er/90er-Jahren war er Pfarrer der Karlshöher Gemeinde und Dozent an der Ausbildungsstätte. In den anderen Gottesdiensten in der Sporthalle und in der Altenhilfe sprachen die Prediger (Gisela Vogt und Eberhard Seyfang) über den Psalm, der einen Spannungsbogen von tiefer Niedergeschlagenheit zu großer Hoffnung auf Gottes Hilfe aufbaut. Schließlich erklangen im Kantatengottesdienst Klänge von Felix Mendelssohn-Bartholdy: Unter Leitung von Nicolai Ott führte die Karlshöher Kantorei „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ auf, es predigte Direktorin Dr. Dörte Bester.

Nach dem Fest haben zahlreiche Helfer Dutzende von Biertischgarnituren abgebaut und auf Paletten gesetzt, Zelte zusammengefaltet und Stromkabel aufgerollt, bevor es für die inzwischen müden Unermüdlichen im Speisesaal noch ein Vesper gab. Achja:  Aufgrund des Kreisverkehrsbaus an der Kreuzung Königinallee/Aldinger Straße gab es für Gäste die motorisiert kamen eine einmalige Besonderheit,: sie mussten/durften von der Karlshöhe über die Bodelschwinghstraße und den Feldweg Richtung Kornwestheim abfahren und so die B27 erreichen.

Von: Jörg Conzelmann, Fotos: Ferdinando Iannone
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