KARLSHÖHE
 LUDWIGSBURG

   Foto: Figielski

»
Die Karlshöhe
»
Kantorei
»
Über uns

Über uns

Wir sind die Kantorei

Die Kantorei der Karlshöhe wurde 1971 vom späteren Landeskirchenmusikdirektor Siegfried Bauer als Chor der Mitarbeiter der Einrichtungen der Karlshöhe gegründet. Er übergab den Dirigentenstab 2002 an Tobias Horn. Seit 2017 wird die Kantorei von Nikolai Ott geleitet.

Heute repräsentieren die rund 90 ehrenamtlichen Sängerinnen und Sänger aus Ludwigsburg und Umgebung einen Querschnitt der Gesellschaft, Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Lebenslagen, die Mehrzahl mit hoher seelischer Belastung in Familie, Ausbildung und Beruf, sehr viele im Sozial- und Dienstleistungsbereich tätig, dazu Künstler, Ingenieure oder Planer von denen Kreativität, Inspiration und Visionskraft erwartet wird. Die wöchentlichen Chorproben geben neue Kraft für den Alltag – ganz im Sinn von Frau Kretschmann, „gemeinsames Singen ist die beste Prävention gegen Depression und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt“.
Hier ist ein kleiner Eindruck aus einer typischen Chorprobe, aufgenommen an unserem Probenwochenende im Oktober 2018 in Ochsenhausen.

Die Kantorei bei einer Probe (Foto: Figielski)


Unser Dirigent - Nikolai Ott

Ein einjähriger Schüleraustausch mit Argentinien im Alter von 16 Jahren entschied über den Lebensweg des in der Provinz Hohenlohe-Frankens aufgewachsenen Dirigenten und Kirchenmusikers Nikolai Ott. Sein Gastvater Prof. Sebastian Olmedo spürte sein außerordentliches Interesse an der Musik und ermöglichte es ihm, am Conservatorio J. J. Castro in Rio Tercero Chorleitung zu studieren. Während seiner weiteren Schulzeit und des Zivildienstes beim Sonnenhof e.V. in Schwäbisch Hall betreute er dann bereits mehrere Chöre, darunter auch reine Männerchöre, mit denen er schon damals Konzertreisen nach Argentinien unternommen hat. Er nahm Orgelunterricht bei Steffen Mark Schwarz in Stuttgart und Ulm.

Nach einem kirchenmusikalischen B-Studium in Tübingen schloss Nikolai Ott mit einem künstlerischen Aufbaustudium im Fach Dirigieren (Chor- und Orchesterleitung) bei Prof. Michael Alber an der Hochschule für Musik Trossingen seine Ausbildung im Jahr 2018 ab. Er ist Bezirkskantor für den evangelischen Kirchenbezirk Tübingen - Land.

Nikolai Ott ist stellvertretender Vorsitzender der Chorjugend und Mitglied im Musikbeirat des Schwäbischen Chorverbandes. Im Mai 2018 coachte er auf Vermittlung des internationalen Volkskulturkreises e.V. chinesische Chorleiter in Beijing.

Sein besonderes Interesse gilt der Erforschung des Musiklandes Baden-Württemberg und seiner Komponisten wie auch der zeitgenössischen Musik. Mit regelmäßigen, wechselseitigen Konzertreisen hält er den Kontakt in seine zweite Heimat Argentinien aufrecht.

Foto: Michael Fuchs

Nikolai Ott

Foto: Christian Kuckert


Unsere Chorassistenz – Isabelle Métrope

Isabelle Métrope ist in vielerlei Hinsicht ein Multitalent und der Inbegriff einer Europäerin. Aufgewachsen in der Bretagne führte ihr Weg über Aix-en-Provence, Newcastle, Köln und St. Etienne, wo sie Studiengänge in Sprachen, Wirtschaft und Musikmanagement abschloss. Doch schließlich siegte die Liebe zur Musik, die ihr als Tochter von Musikern schon in die Wiege gelegt worden war und die ihre Kindheit prägte. Sie entschloss sich zu einem Musikstudium (Chorleitung, Musikwissenschaft und Gesangspädagogik) an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Ihre musikalische Laufbahn ist geprägt durch Projekte mit Helmuth Rilling (Junges Stuttgarter Bachensemble), Hans-Christoph Rademann (Gaechinger Cantorey) und Prof. Denis Rouger (figure humaine kammerchor). Auch wenn sie nach wie vor auf europäischer Ebene tätig ist, etwa bei Gastkonzerten im europäischen Ausland oder -  als ehrenamtliche Mitarbeiterin – der European Choral Association – Europa Cantat, so ist Württemberg mit seinen Menschen zu ihrer zweiten Heimat geworden.

Isabelle Métrope lebt bei Tübingen und arbeitet freiberuflich als Sängerin, Chorleiterin, Übersetzerin und Musikredakteurin. Sie ist Chorleiterin des Mädchenchors Reutlingen und des Kirchenchores der Evangelischen Kirchengemeinde Neckartailfingen, sowie Stimmbildnerin der Martinskantorei der evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart-Möhringen und des Knabenchors capella vocalis in Reutlingen. Sie ist regelmäßig als Solistin und Vokalensemble-Sängerin im Raum Stuttgart zu erleben. Seit September 2018 ist sie als Stimmbildnerin und Chorleitungsassistentin für die Kantorei der Karlshöhe tätig.


Unsere Beteiligung am Jubiläum der Stadt Ludwigsburg 2018

„300 Jahre Stadt werden!“

Himmelwärts – Mozart Requiem / Arvo Pärt Stabat Mater in urbanharbor

18. November 2018

„Ludwigsburg inspiriert“ Fortsetzung der Tradition und Zeichen des Aufbruchs“:

Mit ihrem neuen, jungen Chorleiter Nikolai Ott setzt die Kantorei der Karlshöhe mit der Aufführung des Mozart Requiems die Tradition fort und bricht mit dem Stabat Mater von Arvo Pärt und ganz zentral mit dem Aufführungsort urbanharbor in neue Welten auf.

Im urban harbor – Blog ist zu lesen:

„Am 18. November verwandelte sich der urbanharbor in eine neue Konzerthalle der Extraklasse. Die Kantorei der Karlshöhe wagte in unserer transformierten Industriehalle konzerttechnisches Neuland und zauberte mit dem Mozart Reqiuem einen unvergesslichen Klang in die Halle. Durch unsere Architektur bekam das Requiem einen besonderen Rahmen, der durch die musikalisch angepasste Lichtgestaltung der cloud noch intensiviert wurde. Unter der schwebenden Lichtinstallation des italienischen Künstlers Michele de Lucchi musiziert, wurden Blick und Gedanken der Zuhörer nach oben gerichtet, um neue Räume zwischen Himmel und Erde zu erschließen.“

Madlen Maier, urban harbor Blog


Freude – Beethoven Sinfonie Nr. 9

20. Oktober 2018

„Es war uns, dem Sinfonieorchester, wahrlich eine große FREUDE mit Ihnen zusammen Beethovens Neunte zum Klingen zu bringen. Ein Fest. Danke, dass Sie mitgesungen haben! Durch die Begegnung des Jugendchors Ondrasek, dem Motettenchor, der Kantorei der Karlshöhe, dem Kirchenchor der Stadtkirche und dem Sinfonieorchester ist die Botschaft der Verbrüderung überzeugend und wahr geworden. Das haben wir alle, das haben die Zuhörer gespürt. […] Sie haben das Werk heldenmäßig gemeistert und sich in die Herzen der Ludwigsburger gesungen.“

Hermann Dukek, Leiter des Ludwigsburger Symphonieorchesters 24.10.2018

Artikel in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 26.10.2018

Foto: Julia Kalmer


Wisset ihr nicht … Musik vom Ludwigsburger Hof

8. Juli 2018

Konzertabend mit in Vergessenheit geratener Musik des Stuttgarter/Ludwigsburger Hofes in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Musikgeschichte und der Forschungsstelle Hofmusik in Mannheim. Das Konzert stieß in Fachkreisen und bei der Presse auch überregional auf sehr großes Interesse. Für die Kantorei war es eine gänzlich neue Erfahrung sich Musik zu erschließen, die man sich nicht vorab anhören kann. Der Gesamtklang war erstmalig bei der Generalprobe zu hören.

Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 18. Juni 2018
Einführungsvortrag Sarah-Denise Fabian (PDF 639 KB)


Die Jahreszeiten – Musiktheater nach Joseph Haydn

15. bis 25. März 2018

Die Kantorei der Karlshöhe bildete den „Bewegungschor“, der auch szenisch eine gewichtige Rolle spielte. Dazu waren zahlreiche Proben mit unterschiedlichen Besetzungen und Gruppierungen der beteiligten Chöre, Tänzer, Solisten und des Orchesters zu absolvieren, damit das große Ganze reift und bis zu den fünf Aufführungen unter allen Beteiligten zusammenwächst.

Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 4. Februar 2018


Antrittskonzert Nikolai Ott 2017

Nikolai Ott mit der Kantorei im ersten großen Konzert

"Israel in Egypt" und "Beben"

Am 12. November gab die Kantorei unter der neuen Leitung von Nikolai Ott ihr großes Konzert des Jahres 2017. "Israel in Egypt" von Georg Friedrich Händel wurde in Originalsprache aufgeführt, ergänzt und bereichert durch eine Auftragskomposition von Jan Kopp.

Das "Beben" schaffte eine überraschend harmonische Ergänzung und Brücke zwischen dem ersten und zweiten Teil von Händels Werk. Die zahlreichen Besucher des Konzertes der Kantorei wurden mitgerissen und waren begeistert von der Aufführung, die auch Dank der engagierten Solisten, des motivierten Orchesters und insbesondere des souveränen Leiters und Dirigenten ein großes Ereignis wurde.

Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 9. November 2017