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30.11.15: Weihnachtsoratorium

Ein Weihnachtsoratorium der besonderen Art

Weihnachtsoratorium von Bach, kann man das nicht zwischen November und Januar im Großraum Stuttgart mindestens zwanzig Mal in zwanzig verschiedenen Kirchen und Konzertsälen hören? Hat man es nicht selbst schon gefühlte zwanzig Mal gehört? Kann es trotzdem gelingen, diese wunderbare und einmalige Musik so aufzuführen, dass sie wieder zu dem spirituellen und ästhetischen Erlebnis wird, das sie einmal gewesen ist? Genau diese Frage haben sich Tobias Horn und Direktor Pfarrer Frieder Grau gestellt – und beantwortet! Wie? Einfach durch Rückbesinnung auf die Tradition, auf die ursprüngliche Intention von Johann Sebastian Bach. Er hat 6 Kantaten komponiert, große Kantaten, deutlich umfangreicher als die meisten seiner für die Sonntage des Kirchenjahres und für andere feierliche Anlässe geschaffenen Werke. Mit dem Ziel, die gesamte Weihnachtszeit, vom ersten Feiertag bis zum Fest der Erscheinung, in Musik zu fassen und unvergesslich zu machen. Also sechs Kantaten in sechs Gottesdiensten – ein Großprojekt, von Bach zur Jahreswende 1734/35 und dann immer wieder mit Erfolg gemeistert.


Ein Großprojekt auch für uns und auch uns ist es gelungen. Viele haben dazu beigetragen, an erster Stelle sei Pfarrer Frieder Grau hervorgehoben, der persönlich sichergestellt hat, dass die Karlshöhe das Projekt vorbehaltslos unterstützt hat und der erreicht hat, dass zahlreiche Sponsoren einen mehr als großzügigen Beitrag zum Gelingen geleistet haben. Viele Namen müssten jetzt noch kommen, wir wollen es bei Tobias Horn belassen, der nicht nur in zwei Generalproben und sechs Konzerten Chor und Orchester souverän geleitet hat sondern auch sichergestellt hat, dass immer die richtigen Solisten und Instrumentalisten zur Stelle waren. Oder müssen wir nicht doch den Chor erwähnen – und loben? An allen Terminen, selbst am 1.1., trat eine perfekt vorbereitete und in allen Stimmen starke Kantorei auf. Man wollte dabei sein!


Und die Ludwigsburger waren dabei, mit jedem Gottesdienst wurden es mehr, bis zum Gipfel, am 6.1. in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtkirche.


Neue Konzerte werden kommen, große Konzerte, dafür steht die Kantorei. Aber „WO sechs Mal“ wird uns als etwas ganz Besonderes lange im Gedächtnis bleiben.

Hier kommen Sie zum ausführlichen und von Wolfgang Kern kalligraphisch ausgestalteten Konzertprogramm.

Johann Sebastian Bach, aus Wikipedia