Resozialisierungsmaßnahmen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten

Therapeutische Werkstätten

In den Therapeutischen Werkstätten werden Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten von Fachkräften aktivierend und sozialintegrativ beschäftigt und gefördert. Die in den Werkstätten durchgeführten Tagesstrukturierenden Maßnahmen werden in der Regel zusammen mit stationären und ambulanten Hilfen des Hauses auf der Wart angeboten. Rechtsgrundlage sind die §§ 67 ff SGB XII.

Besondere soziale Schwierigkeiten bezeichnen eine komplexe Problembündelung aus besonderen Lebensverhältnissen und sozialen Schwierigkeiten. Diese befördert Ausgrenzungs- und Stigmatisierungsprozesse in allen Lebensbereichen, auch im Arbeitsleben. Durch die Tagesstrukturierenden Maßnahmen ereignet sich soziale Teilhabe, sozialverträgliche und integrative Verhaltensweisen und gelingende soziale Interaktion werden eingeübt.

Das Angebot der Tagesstrukturierenden Maßnahmen reicht von einfacher, tagesstrukturierender Beschäftigung bis hin zu arbeitsmarktorientierten Anforderungen, die auf eine reguläre Arbeitsstelle vorbereiten.

Das Angebot stabilisiert die Menschen auch in anderen Lebensbereichen indem es ihre Ressourcen frei legt und deren Glauben an die eigenen Fähigkeiten und somit die Selbsthilfefähigkeit stärkt.

Beschäftigungsangebote:

  • Holzwerkstatt, Tel.: 07141/965-3304
  • Druck und Papier, Tel.: 07141/965-3311
  • Imkerei, Tel.: 07141/965-3301
  • Montage, Tel.: 07141/965-3302
  • Kreativwerkstatt, Tel.: 07141/965-3311

Die Ziele

Unser Hauptziel ist es, mit den Betroffenen die Grundarbeitsfähigkeit zu trainieren und wieder zu erlernen. Damit verbunden sind:

  • Pünktlichkeit
  • Durchhaltevermögen, Ausdauer, Konzentration
  • Annehmen und genaues Ausführen von Arbeitsanweisungen
  • Einbindung in Arbeitsabläufe
  • Leistungsbereitschaft und Arbeitsgeschwindigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Selbstwertgefühl
  • Förderung des Sozialverhaltens am Arbeitsplatz, Teamfähigkeit

Die Methoden

Durch methodisches und didaktisches Vorgehen in der Arbeitstherapie werden die Beschäftigten in die Arbeitsläufe eingebunden und so Erfolgserlebnisse erfahrbar gemacht.

Zentrales Merkmal ist das Eingehen auf den Einzelnen und das Berücksichtigen der Begabungen und Fähigkeiten. Dabei setzen wir gezielt positive Verstärker wie Lob und Anerkennung ein. Zur Überwindung der Schwellenangst werden ängstliche und antriebsarme Beschäftigte u.U. auch von ihrem Zimmer im Haus auf der Wart abgeholt und motiviert. Durch überschaubare Schritte und das Transparentmachen des Arbeitsablaufs werden die Beschäftigten am Arbeitsprozess beteiligt. Die Übertragung von Verantwortung und eine gute Werkstatt-Atmosphäre begünstigen den Prozess der Wiedereingliederung ebenso wie Kaffeerunden oder Austauschmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten. Einmal pro Jahr findet ein Freizeitwochenende statt.

Die Anleitung wird von berufsspezifisch ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitenden durchgeführt. Diese nehmen regelmäßig an Fallbesprechungen teil. Hier werden Arbeitsleistung und Verhalten des Beschäftigten reflektiert. So erfolgen der notwendige und hilfreiche Austausch sowie die Zusammenarbeit der SozialarbeiterInnen mit den Regiemitarbeitenden der Werkstatt.

Kontakt:

KARLSHÖHE LUDWIGSBURG
Arbeit und Technik
Therapeutische Werkstätten
Mößnerweg 3/1
71638 Ludwigsburg

KARLSHÖHE LUDWIGSBURG
Arbeit und Technik
Therapeutische Werkstätten
Freiberger Straße 51
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: 07142 77 97 905

Werkstattleitung:

Hans-Martin Syring
Tel.: 07141 965-3301
Fax: 07141 965-3309
hans-martin.syring@remove-this.karlshoehe.de

Die Gans - Symbol der Therapeutischen Werkstätten und des Werkstattladens