Projekte und Maßnahmen

Inklusives Netzwerk - iNet

Das Projekt "iNet" verfolgt das übergeordnete Ziel, die Zielgruppen der Teilnehmer durch eine ganzheitliche, umfassende und fundierte Unterstützung und Begleitung auf den Eintritt in den Arbeitsmarkt bestmöglich vorzubereiten und gleichzeitig die Arbeitgeber in der Region mit ihren Anforderungen, Erwartungen und Vorbehalten gegenüber schwerbehinderten Menschen zentral in den Fokus zu nehmen, um beide Seiten zu einander zu führen.

Hierzu:

  • wird das Thema „Inklusion schwerbehinderter Menschen“ durch Öffentlichkeitsarbeit im Bewusstsein der regionalen Arbeitswelt stärker verankert
  • werden bestehende Netzwerke zur Kooperationsförderung beteiligter Institutionen zielgerichtet erweitert, z.B. durch die Einbindung von Arbeitgebern und Kammern, um auch nach der Beendigung des Modellprojektes nachhaltig Wirkung zu entfalten
  • werden durch wissenschaftliche Begleitung Möglichkeiten und Vorbehalte von Unternehmen gegenüber langzeitarbeitslosen schwerbehinderten Menschen identifiziert, um notwendige Unterstützungsleistungen zu konzipieren und zu implementieren
  • wird durch Informationsveranstaltungen und Workshops für Unternehmen Verständnis gegenüber langzeitarbeitslosen schwerbehinderten Menschen entwickelt und Vorbehalten entgegengewirkt

Für Arbeitgeber

Informationen für Arbeitgeber

Arbeitgeber können bei der Beschäftigung behinderter Arbeitnehmer zahlreiche Förderungsmöglichkeiten und Hilfen in Anspruch nehmen. Es gibt zum Beispiel Zuschüsse von den jeweiligen Integrationsämtern, wenn es um die Schaffung und Umgestaltung eines behindertengerechten Arbeitsplatzes geht und der Behinderungsgrad mindestens 50 beträgt.  Fördermittel können auch bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Eine Möglichkeit ist, den behinderten Mitarbeiter zunächst bis zu drei Monate auf Probe einzustellen. Dann können sich Arbeitgeber in der Regel das Entgelt vom Jobcenter oder von der Agentur für Arbeit erstatten lassen. Das SGBIII regelt zudem, dass je nach Grad der Behinderung und Alter des Mitarbeiters bis zu zwei Jahre lang bis zu70 % des Gehalts erstattet werden.

Wir möchten Ihnen hier weitere Unterstützungsmöglichkeiten vorstellen:

» Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) widmet sich dem Wichtigsten, was Unternehmen haben: der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es hilft Arbeitnehmern durch geeignete Maßnahmen wieder in den Betrieb zurückzukehren und ihre Beschäftigungs-fähigkeit dauerhaft zu sichern. Vor allem nach längerer oder wiederholter Krankheit in den zurückliegenden zwölf Monaten ist BEM der richtige Weg, um gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte adäquat einzusetzen.

Die gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation stehen kostenlos mit Rat und Tat zur Seite, wenn innerbetrieblich keine Lösung gefunden werden kann. Konkret beraten die Fachberater, welche Leistungen aus den Bereichen medizinischer und beruflicher Rehabilitation möglich und notwendig sind.

Gemeinsame Servicestelle für Rehabilitation für Stuttgart, die Landkreise Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen und Rems-Murr-Kreis:

Rotebühlstr.133
70197 Stuttgart

Telefon: 0711 61466-190
E-Mail: servicestelle.region-stuttgart@drv-bw.de

www.deutsche-rentenversicherung-bw.de

» Berufliche Rehabilitation - Möglichkeiten der Berufsförderung: Arbeitgeber werden von der Rentenversicherung finanziell unterstützt, wenn sie Menschen mit Behinderung den beruflichen Wiedereinstieg ermöglichen oder sie betrieblich aus- und weiterbilden. Dazu gibt es unterschiedliche finanzielle Fördermöglichkeiten. Einen Anspruch auf Zuschüsse hat der Arbeitgeber selbst jedoch nicht, auch wenn er letztendlich der Begünstigte ist. Die Zuschüsse muss der Arbeitnehmer beantragen.

Hilfen können sein:

  • Berufliche Eingliederung in Form von Eingliederungszuschüssen
  • Arbeitshilfen und behindertengerechte Einrichtungen
  • Zuschüsse für Beschäftigung auf Probe

Hierzu informieren die Träger der Deutschen Rentenversicherung:

Kostenloses Servicetelefon: 0800 1000 4800

www.deutsche-rentenversicherung-bw.de

Für Betroffene

Informationen für Betroffene

7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen, das sind 9% der Bevölkerung, leben in Deutschland. Als schwerbehindert gilt laut Gesetz, wenn ein Grad der Behinderung von 50% oder mehr festgestellt wurde. Dieser Grad ist danach bemessen, wie sehr die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft in den verschiedenen Bereichen beeinträchtigt ist- im Beruf und in der Freizeit.  Diese Nachteile sollen so gut wie möglich ausgeglichen werden. Darum haben schwerbehinderte Menschen Anspruch auf besondere Leistungen der Solidargemeinschaft.

Information zum Antrag oder Erweiterung des Schwerbehindertenausweises erhalten Sie von den Versorgungsämtern oder beim Landkreis Ludwigsburg.

Auskunft über mögliche Hilfen geben u. A.:

Netzwerkpartner

Die Netzwerkpartner im iNet

Die Netzwerkpartner im iNet sind:

» Wirtschaft inklusiv

„Wirtschaft inklusiv“ unterstützt Arbeitgeber bei der Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit einer Schwerbehinderung. In acht Bundesländern werden kleine und mittelständische Unternehmen zu fachlichen und gesetzlichen Fragen informiert und beraten.

Partner in Baden-Württemberg ist das Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. Gefördert wird „Wirtschaft inklusiv“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Träger ist die Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation (BAG abR) e.V.

Weitere Informationen

» Karlshöhe Ludwigsburg

„Wir sind sehr gut aufgestellt, arbeitssuchende Projektteilnehmer durch Einzelcoachings, Gruppenunterweisungen und praktische Tätigkeiten auf eine erfolgreiche und dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.“

Die Karlshöhe Ludwigsburg steht für diakonisch innovative Angebote und gelebte Nächstenliebe. Sie ist besonders engagiert für Menschen mit körperlichen und psychischen Behinderungen, alte Menschen, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit besonderen sozialen Problemen und psychischen Erkrankungen.

Weitere Informationen

» Jobcenter Landkreis Ludwigsburg

„Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, gemeinsam mit unseren Partnern die Projektteilnehmer bestmöglich zu fördern und regionale Arbeitgeber aktiv einzubinden, um beide Seiten erfolgreich zueinander zuführen.“

Das Jobcenter Landkreis Ludwigsburg hat langjährige Erfahrung in der Beratung von Arbeitgebern und darin, für seine (schwer-)behinderten Kunden Leistungen zur Eingliederung in Arbeit zu erbringen. Diese Leistungen umfassen z.B. die Beratung und Vermittlung, Angebote zur beruflichen Weiterbildung oder Leistungen zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Weitere Informationen

» Agentur für Arbeit

„Wir engagieren uns als Kooperationspartner im Projekt iNet, weil wir das hier aufgebaute Netzwerk für die Teilhabe am Arbeitsleben unserer schwerbehinderten Menschen aktiv nutzen wollen“

Wir sind für Sie der 1. Ansprechpartner für die Integration von schwerbehinderten Menschen. Ihre Fragen zu Vermittlung, Arbeitsplatzgestaltung und Förderleistungen beantworten Ihnen unsere Spezialisten im Team Rehabilitation und schwerbehinderte Menschen. Gerne kommen wir auch zu einem Beratungsgespräch in  Ihr Unternehmen.

Kontaktieren Sie uns unter: Ludwigsburg.161-eha@remove-this.arbeitsagentur.de

Weitere Informationen - Menschen mit Behinderung
Weitere Informationen - Einstellung von Arbeitskräften

» Integrationsfachdienst

Der Integrationsfachdienst (IFD) berät und unterstützt schwerbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber.

Die Mitarbeiter des IFD kümmern sich um schwerbehinderte Menschen, bei denen eine individuelle Begleitung auf dem Weg in Arbeit oder Ausbildung erforderlich ist. Sie beraten die Betriebe bei der Einstellung und der Beschäftigung und unterstützen die schwerbehinderten Mitarbeiter, falls es Fragen bzw. Probleme gibt. Der Integrationsfachdienst arbeitet im Auftrag des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden- Württemberg, Integrationsamt.

Weitere Informationen

» Landratsamt Landkreis Ludwigsburg

Ziel von Inklusion ist es, Menschen mit Behinderung einen Platz mitten in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Für den Landkreis ist Inklusion eine Querschnittsaufgabe. Er unterstützt Menschen mit Behinderung individuell in ihrer Lebensgestaltung und fördert die Vernetzung und Weiterentwicklung inklusiver Strukturen in den verschiedenen Arbeitsfeldern des Landkreises.

Die Aufgabe beginnt für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Schulen – wohnortnah und inklusiv –, setzt sich fort in der Berufsausbildung und erfordert schließlich faire Chancen bei der Teilhabe in Gesellschaft und Berufsleben.

Weitere Informationen

» Evangelische Hochschule Ludwigsburg

„iNet bietet durch die enge Vernetzung unterschiedlicher Partner neue Zugänge zum Thema Inklusion in Arbeit. Die Perspektive der Arbeitgeber zu erfragen und daraus Impulse für iNet zu geben, ist unsere zentrale Aufgabe.“

Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg hat seit über 30 Jahren Lebenswelten von Menschen mit Handicaps bzw. Integration/Inklusion in allen außerschulischen Bereichen als Schwerpunkt in Lehre und Forschung. Unsere Praxisforschung verstehen wir als eine Verzahnung von Forschung, Praxis und Politik mit dem Ziel, die gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu unterstützen.

Weitere Informationen

» Das Integrationsamt des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS)

... ist Ihr kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema „Behinderung und Beruf“, wie z.B. zur behindertengerechten Arbeitsplatzgestaltung, finanziellen Förderung, Prävention und zum betrieblichen Eingliederungsmanage-ment.

Zur Integration schwerbehinderter Menschen ins Arbeitsleben hat das KVJS-Integrationsamt viele Unterstützungsmöglichkeiten, außerdem Schulungs- und Bildungsangebote. Dies gilt auch für Menschen, die von der Agentur für Arbeit einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt wurden.

Weitere Informationen

 

» Handwerkskammer Region Stuttgart  

„Das Handwerk lebt von der Vielfalt. Dazu gehören auch Menschen mit körperlichen, psychischen oder geistigen Einschränkungen.“

Die Beratungsstelle für Inklusion im Handwerk informiert, klärt auf, berät und unterstützt Betriebe und deren Mitarbeiter, wenn es um die Themen Ausbildung, Einstellung oder Weiterbeschäftigung von Menschen mit Handicap geht. Mit unserem kostenfreien Beratungsangebot bringen wir die richtigen Fachleute zusammen, um optimale Lösungen für unsere Betriebe zu finden.

Gefördert wird die Beratungsstelle über den „Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Weitere Informationen

 

» IHK Region Stuttgart » 

"Menschen mit Behinderung sind eine Bereicherung für unser Unternehmen."

Diesen Satz hören IHK-Mitarbeiter immer wieder von Arbeitgebern, die einen Menschen mit Handicap in Ausbildung oder Arbeit integriert haben. Diese Mut machenden Erfahrungen möchten wir gerne an andere Unternehmen weitergeben, die diesen Schritt zum ersten Mal gehen. Mit der IHK-Inklusionsberatung lotsen wir durch den Förder- Unterstützer- und Vorschriftendschungel, vermitteln Kontakte und beraten die Unternehmen individuell. 

Die IHK-Inklusionsberatung wird im Rahmen des „Programms zur intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds durchgeführt.

Weitere Informationen

 

 

Ihre Erfahrung ist gefragt - Befragung von Arbeitgebern im Rahmen des Projekts iNet

Bitte unterstützen Sie als Arbeitgeber das Projekt „iNEt – inklusives Netzwerk“ durch Ihre Teilnahme an der Online-Befragung.

Sie benötigen ca. 10 bis 20 Minuten Zeit. Die Teilnahme an der Befragung erfolgt anonymisiert. Der Fragebogen öffnet sich mit folgendem Link:

 

 

Veranstaltungsreihe iNet

Ausblick zum Herunterladen

Rückblick Workshop 17.3.2017 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe iNet begrüßte Herr Stoll Karlshöhe 39 VertreterInnen der Arbeitgeber.

Herr Mehner Integrationsfachdienst referierte zum Thema  „Sozialrechtliche Abläufe zwischen Arbeitsunfähigkeit und stufenweiser Wiedereingliederung“, unterstützt durch Herr Neumann AOK.

Über Arbeitshilfen und ideale Strukturen wurden Informationen, um angemessene Hilfestellung im Spannungsfeld „ Betrieb und Wiedereingliederung von Arbeitnehmer nach Krankheit“, aufgezeigt. Während der Präsentation fand ein reger Austausch zwischen VertreterInnen der Arbeitgeber und der Referenten statt.

Umrahmt wurde der Workshop durch Bilder der iNet TeilnehmerInnen zum Thema "Stellenwert der Arbeit und der Maßnahme iNet“.

 

Bilder Workshop 17.3.2017