KARLSHÖHE
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Unsere Geschichte

Am Anfang stand die Kinder- und Brüderanstalt Karlshöhe

Unsere Geschichte

1876 wurde in Ludwigsburg auf der Karlshöhe, nach dem Vorbild von Johann Hinrich Wichern in Hamburg, die Kinder- und Brüderanstalt Karlshöhe gegründet. Junge gläubige Männer sollten die Kinder und Jugendlichen Betreuen und in einem christlichen Geiste erziehen. Dafür wurden sie in der Diakonenschule auf der Karlshöhe ausgebildet. Die Gemeinschaft der Diakone und Diakoninnen auf der Karlshöhe ist ein Stiftungsgrund der Stiftung Karlshöhe. Kurz nach der Gründung schlossen sie sich zu einem Brüderverband zusammen, der Gemeinschaft der Brüder war, aber auch Garantien für eine Anstellung als Diakon bot. Der Direktor der Karlshöhe war der Leiter des Brüderverbandes. Er sandte die Brüder in Stellen, die Diakone anfordern. Der Brüderverband war damals auch Sendungsgemeinschaft und damit eine berufliche Sicherheit für die Brüder. 

Der Brüderrat beriet den Direktor in seinem Amt als Vorsteher der Gemeinschaft. Der Brüderhelfer (Vorgänger des Geschäftsführers) war ganz praktisch für die Umsetzung der Brüderordnung zuständig und hatte eine wichtige Funktion auf der Karlshöhe, auch in der Betreuung der Diakonenschüler. 1913 wurde der Deutsche Diakonenverband in Berlin gegründet, dem die Karlshöher Brüderschaft ebenfalls beitrat. 1944 wurden die Diakone zum ersten Mal in einer Verordnung des Oberkirchenrats in ihrem Amt kirchenrechtlich wahrgenommen. Nach dem Krieg und dem Ende des Nationalsozialismus wurde das Amt des Brüderältesten im Nebenamt, kreiert. Das Sendungsprinzip galt im Prinzip noch und die Diakone waren durch die Gemeinschaft im beruflichen Bereich abgesichert. 1970, mit einer neuen Ausbildungsreform und der Schließung der Gemeindehelferinnen Ausbildung in Denkendorf, wurden erstmalig Frauen in die Ausbildung und in die Gemeinschaft aufgenommen. Dazu wurde eine neue Gemeinschaft gegründet, in der die ehemalige Brüderschaft, die sogenannten Gastschüler und Frauen aufgenommen wurden. Der Name ist seitdem Karlshöher Diakonieverband. 

Der Diakonieverband schaffte die erste hauptamtliche Geschäftsführerstelle und die Ablösung des Direktors als Leiter des Diakonieverbandes, Diese Aufgabe übernahm, im Sinne eines Vereins ein, von dem Verbandstag, der Mitgliederversammlung, gewählter Diakon, der Mitglied des Verbandes war. Das Sendungsprinzip wurde abgeschafft. Die Selbständigkeit in der Geschäftsführung des Diakonieverbandes innerhalb der Stiftung, wurde in den Jahren ausgebaut. 1997 wurde eine neue Ordnung verabschiedet, die in einem Reformprozess auf ihre Schlüssigkeit und Richtigkeit hinüberprüft werden sollte. 2003 hat der Verbandstag die neue Ordnung verabschiedet. Diese soll die ehrenamtliche Arbeit der Verbandsmitglieder und das selbständige Engagement der Mitglieder fördern und erhöhen.

Alte Karlshöher Beschilderung
Bild aus dem Archiv
Kursfoto vom 1. Kurs 1967
Zukünftige Diakone vom 1. Kurs 1967 beim musizieren im Studienwohnheim