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Ferienheim Lauchbühl

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Vom Alpengasthof zum Evangelischen Ferienheim

Im Jahr 1962 übernahm das Diakoniewerk Karlshöhe in Ludwigsburg bei Stuttgart das Ferienheim Lauchbühl. Sein damaliger Direktor Dr. Theo Lorch beschrieb 25 Jahre später, wie es dazu gekommen ist. Die folgenden Auszüge aus seinem Bericht von 1987 vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Geschichte und heutigen Prägung des Lauchbühl.

Die Anfänge

Der Alpengasthof Lauchbühl wurde 1905 von Johann Schlegel, dem Passwirt auf der Großen Scheidegg, gebaut. Die Gaststätte musste während des Ersten Weltkriegs geschlossen bleiben, weil es an Kurgästen fehlte. Nach Kriegsende gab Johann Schlegel die Pacht des Hauses auf der Großen Scheidegg auf und erweiterte den Lauchbühl zum Ferienhaus.

Damals führte ein gekiestes Sträßchen von Grindelwald bis zum Hotel Wetterhorn. Von dort musste man einen steilen Fußweg benützen.

Trotz der einsamen Lage, der einfachen Ausstattung und des weiten Wegs vom Bahnhof in Grindelwald bis hinauf zum Lauchbühl vermehrte sich ständig die Zahl der Feriengäste und Passanten. In den Jahren 1927 und 1928 musste das Haus auf einen festeren Grund verlegt, gründlich umgebaut und erweitert werden. Wichtiger als alle äußeren Verbesserungen war aber der gute Geist, in dem das Haus von der Wirtin, Frau Studer-Schlegel, geführt wurde.

1934 übernahmen dann Verwandte das Anwesen. Unrentable Jahre während des Zweiten Weltkriegs und die Schwierigkeit, einen geeigneten Pächter zu finden, veranlassten den damaligen Besitzer, den Lauchbühl zu verkaufen. Es war schwer, einen Kaufinteressenten zu finden. Endlich übernahm 1948 Dr. Bruno Benten den Alpengasthof Lauchbühl. Er musste viel investieren, um die Gebäude so instand zu setzen, dass man das Haus für Ferienaufenthalte anbieten konnte.

Englische Jugendgruppen machen Ferien im Lauchbühl

Der neue Besitzer wurde im Ferienheim Lauchbühl Gastgeber für englische Jugendgruppen und gab so seinem Leben einen neuen Sinn. Als sich Dr. Benten durch sein Alter und angesichts mancher Probleme bei der Führung des Hauses der Arbeit mit jugendlichen Feriengruppen nicht mehr gewachsen fühlte, suchte er nach einem neuen Träger für das Ferienheim. Zufällig lernte er in dieser Zeit die Karlshöhe kennen.

Die Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg übernimmt das Ferienheim Lauchbühl

Am 12. November 1962 hat die Karlshöhe Ludwigsburg den Alpengasthof Lauchbühl von Dr. Benten erworben. Sie hat seiner dringenden Bitte, das Haus zu übernehmen, darum entsprochen, weil sie hier eine gute Gelegenheit zur Verwirklichung christlicher Nächstenliebe sah. Dr. Benten wohnte den Sommer über weiterhin in seinem auf dem Grundstück stehenden Hüsli. Den Winter verbrachte er im Wohnwagen zusammen mit seinen Hunden in Marokko. 1979 kam er in ein Altenheim, wo er 1982 starb. 1979 kam auch das Hüsli in den Besitz der Karlshöhe.

Unter ihrer Regie verlagerte sich der Schwerpunkt beim Betrieb des Ferienheims Lauchbühl von der Beherbergung von Jugendgruppen immer mehr auf Familienfreizeiten und Veranstaltungen von Gruppen, die in irgend einer Weise zur Karlshöhe gehörten. Die Gaststätte, fester Bestandteil des Lauchbühl von Anfang an, musste dem Freizeitbetrieb geopfert werden. Das Gästebuch gibt einen lebendigen Eindruck davon, wie viele Menschen mit großer Freude und Dankbarkeit an die im Lauchbühl verbrachte Zeit zurückdenken.

Der Blick über das Ferienheim Lauchbühl zum Eiger

100 Jahre Lauchbühl

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Jubiläums-Zeitung mit Grußworten, Rück- und Ausblicken Fotos und mehr ...

1.6 M

 

 

Es ist schwer für ein Haus, das nur vier bis fünf Monate im Jahr geöffnet ist, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Doch die Karlshöhe konnte jeweils einige Leute aus der großen Mitarbeitendenschaft für eine begrenzte Zeit abstellen. Dazu kamen freiwillige Helferinnen und Helfer, oft aus den Familien der Karlshöher Diakoninnen und Diakone. Besonders verdient gemacht um den Lauchbühl hat sich Albert Krenkel, ein technischer Leiter der Karlshöhe. Er hat nicht nur sein großes technisches Wissen und Können in den Dienst des Lauchbühls gestellt, sondern hat ihn lieb gewonnen und sich mit seiner ganzen Person für dieses Haus eingesetzt. Ähnliches ist zu sagen von Frau Elisabeth Kunz, die eine rechte Hausmutter für das Heim wurde.

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